Bahnhof-Apotheke Wetzikon AG
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Immer das Neueste zum Thema 'Reisemedizin': CISTM 2013



Im Mai 2013 besuchten wir für Sie den  Weltkongress der „International Society of Travel Medicine“ in Maastricht



Hier für Sie die Zusammenfassung einiger wichtiger Erkenntnisse:

Malaria:
- Die allermeisten Malariainfektionen bei Touristen sind auf fehlerhafte oder gar fehlende Einnahme der empfohlenen Prophylaxe - Medikamente zurückzuführen. Häufig wird auch die Notfallselbsttherapie zu spät oder gar nicht durchgeführt.  Die Gründe für dieses Verhalten liegen nicht selten in unbegründeten Ängsten vor Nebenwirkungen. Akute Malaria tritt übrigens häufiger bei Männern als bei Frauen auf….

- Weltweit werden 60% (Afrika gar bis 100%) der Fälle durch das  gefährliche P.falciparum verursacht.

- Achtung! Selbst Monate nach Rückkehr von einem Tropenaufenthalt  ist bei einer fiebrigen Erkrankung,  immer auch an Malaria  zu denken.

- Und beachte: ein Test  =  kein Test, erst 3 Tests geben ein signifikantes Ergebnis

Japanische Encephalitis (JE):
- Wird in Asien zunehmend zum Thema, tritt aber viel seltener auf als Dengue.  Früher wurde JE primär in Gebieten mit vielen Reisfeldern übertragen, aber heute sind 40% der Fälle urbanen Ursprungs.

- Obwohl das Risiko für Reisende sehr gering ist, sollte bei länger als 4-wöchigem  oder wiederholtem Aufenthalt im Endemiegebiet, eine Impfung in Betracht gezogen werden, dies umso mehr, als nun ein  wirksamer und gut verträglicher Wirkstoff zur Verfügung steht.

Reisedurchfall:
- In manchen Ländern erkranken mehr als 50% der Touristen  an einer akuten Reisediarrhoe. Häufige Infektionsquelle sind Fruchsäfte, welche nicht selten durch Leitungswasser verdünnt werden.

- Erreger: Bakterien mit zunehmenden Resistenzen gegen viele Antibiotika, Viren und Protozoen.

Tollwut:
- Tollwut kann immer noch nicht behandelt werden und verläuft auch heute noch praktisch ausnahmslos tödlich.

- Etwa 60'000 Tollwutfälle beim Menschen werden jährlich weltweit gemeldet, davon alleine 30'000 auf dem indischen Subkontinent. Der Rest der Fälle stammt aus Südostasien (v.a. Philippinen), Afrika und Südamerika. Die häufigste Infektionsquelle ist der Hund (aber auch Fledermäuse und Katzen). In Indien leben ca. 50 Mio. Hunde, in Thailand ca. 10 Mio. Einer von zehn streunenden Hunden in Bangkok ist infiziert.
- Je nach Reiseart und -dauer wird eine Tollwutimpfung dringend empfohlen.

Infektionskrankheiten:
- Sind weltweit ein grosses Thema. Zunehmend werden auch Zoonosen, dh. vom Tier auf den Menschen übertragene Krankheiten,  festgestellt.
- Ansteckungsgefahr besteht nicht nur beim Essen und Trinken oder beim Besuch von Sanitäranlagen sondern auch in Tempeln, auf Märkten (z.B. mit Tieren, Bsp. Vogelgrippe) in Höhlen etc. 

Reisethrombosen:
- Das Risiko hängt von den persönlichen Risikofaktoren , dem Alter, der Reisedauer und -art ab. Nicht nur Flugreisen, sondern auch lange Autofahrten  können zu Reisethrombosen führen.
- Frauen haben ein über 3x grösseres Risiko als Männer
- Reisende über 60 J sollten zumindest Kompressionsstrümpfe tragen und – bei Vorliegen entspr. Risikofaktoren – eine medikamentöse Prophylaxe in Betracht ziehen.  Wichtig! ASPIRIN (u.ä.) gilt heute als unwirksam!
- 30% der Reisethrombosen treten in der ersten Woche nach der Reise auf, der Rest bis zu 8 Wochen nachher.


In jedem Fall empfiehlt sich eine fachmännische Beratung vor jeder  Auslandreise.  
Lassen Sie bei dieser Gelegenheit auch Ihren Impfstatus überprüfen und vertrauen Sie auf eine individuell zusammengestellte Apotheke.

Vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin!



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