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Immer das Neueste zum Thema 'Reisemedizin': CISTM 2015



Im Mai 2015 besuchten wir für Sie den  Weltkongress der „International Society of Travel Medicine“ in Québec

 

Hier für Sie die Zusammenfassung einiger wichtiger Erkenntnisse (Stand 20.1.2017):

 

Noroviren

Häufig gutes Händewaschen mit Seife ist für die Prophylaxe noch wichtiger als die Desinfektion. Zur Desinfektion von Oberflächen ist Alkohol nicht das Mittel der Wahl!

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt nur 10 – 50 Stunden; leider hält die Immunität lediglich 6 Monate.

 

Schiffsreisen

Sind zunehmend populär!

Nur auf den sehr grossen Schiffen findet man regelrechte Spitäler. Je kleiner das Schiff, desto einfacher ist in der Regel das medizinische Angebot (ausgenommen Luxusdampfer). Deshalb empfiehlt sich in jedem Fall eine vorgängige reisemedizinische Beratung.

Hauptproblem: Seekrankheit, wobei es heute verschiedenste Möglichkeiten zur Vorbeugung und/oder Behandlung gibt!.

 

Gelbfieber

Weltweit immer noch mehr als 30‘000 Todesfälle jährlich!

Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor der Reise erfolgen! Der Schutz ist mit grösster Wahrscheinlichkeit lebenslänglich, so dass eine einmalige Impfung reicht! Leider wird dies aber noch nicht von allen Ländern anerkannt.

Die Inkubationszeit ist sehr kurz, im Mittel nur 3-6 Tage.

 

Tauchen

Viele ‚Tauchunfälle‘ haben nichts mit Tauchen im eigentlichen Sinne zu tun.

Zentral für eine gute Ausbildung und auch für einen sicheren Tauchgang ist die Wahl einer seriösen, möglichst zertifizierten Tauchbasis. Leider sind solche an gewissen Destinationen Mangelware. Eine Beratung durch ein spezialisiertes Reisunternehmen kann nur empfohlen werden.

Angriffe durch Haie sind sehr selten; weltweit gibt es jährlich etwa 10 Todesfälle. Zum Vergleich: Mehr als 150 Menschen sterben jährlich nach einem Treffer durch eine fallende Kokosnuss!!


Reisedurchfall

Immer mehr Erreger sind resistent gegen viele Antibiotika. Grund: Falsche Anwendung! Deshalb ist eine eingehende Beratung zwingend (z.B. Erklärung des ‚Stufenschemas‘)

Typhus/Paratyphus ist in SO-Asien zunehmend ein Problem, Deshalb wird die entsprechende Impfung wieder wichtig!

 

Malaria

Tendenz weltweit eher abnehmend. Es gibt aber Ausnahmen, wie z.B. im Krüger Nationalpark in Südafrika.
Es existieren aber keine international gültige Regeln betr. medikamentöser Prävention resp. Notfalltherapie.
Die Schweiz gilt jedoch mit ihren Empfehlungen, dank der hier vorhandenen renommierten Fachleuten, als Meinungsbildner.

 

Dengue- und Chikungunyafieber

Werden primär durch Aedes-Mücken übertragen, die nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber stechen. Seit einigen Jahren werden v.a. in SO-Asien, und in Mittel- und Südamerika epidemieartige Krankheitsausbrüche vermeldet.
Für Dengue ist nun eine Impfung in Entwicklung, deren Erfolgsrate aber noch nicht bekannt ist!

( Die 'Verbreitungskarte Dengue-Fieber' finden Sie untenstehend zum Download)

 

Akute Bergkrankheit (AMS)

Die Gefahr einer akuten Bergkrankheit besteht bei allen Personen. Auch bei jungen und trainierten Leuten. Die Gefahr beginnt ungefähr bei 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu. Die Differenz der bezwungenen Höhenmeter sollte nicht mehr als 300-600m pro Tag (Übernachtungshöhen) betragen.
Krankheitszeichen: Erste Zeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen.
Wird die Übernachtungshöhe um mehr als 700m gesteigert, leiden bereits 60% der Reisenden an AMS.
Besonders heikel sind erste Übernachtungen in sehr hochgelegenen Städten nach Ankunft mit dem Flugzeug. Beispile: Cusco, Llhasa, La Paz. Hier leiden bis zu 80% an AMS!


Tollwut

Ist in gewissen Ländern (zB. Indien) weit verbreitet. Die Impfung wird heute immer häufiger empfohlen, da die Krankheit ausnahmslos tödlich verläuft und Seren/Impfstoffe nur selten vor Ort in guter Qualität erhätlich sind.

 

 

 

 

 

 

 


Verbreitungskarte Dengue-Fieber 9_2016


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